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Yoga-Stil

Acro Yoga: Yoga zu dritt

Yoga-Arten·Aktualisiert am 16. September 2026·2 Min. Lesezeit

Acro Yoga sieht spektakulär aus und ist in Wahrheit vor allem eines: eine Übung in Kommunikation. Ohne Absprache funktioniert keine einzige Figur.

Acro Yoga verbindet Elemente aus Yoga, Partnerakrobatik und Thai-Massage. Es entstand in den frühen 2000er Jahren in den USA und wird heute weltweit in Kursen und in offenen Übungsgruppen – sogenannten Jams – praktiziert.

Drei Rollen

Anders als in anderen Yogaformaten gibt es feste Rollen:

Base. Liegt meist auf dem Rücken und trägt mit Beinen und Armen. Die Kraft kommt aus der Struktur, nicht aus der Muskelspannung: Gestreckte Beine mit Füßen unter dem Schwerpunkt des Flyers tragen erstaunlich mühelos.

Flyer. Wird getragen. Braucht weniger Kraft als vermutet, dafür Körperspannung und die Fähigkeit, Gewicht abzugeben statt zu klammern.

Spotter. Steht daneben, sichert Kopf und Hüfte, greift ein, wenn eine Figur kippt. Die wichtigste Rolle für Anfängerinnen und Anfänger – und die, die am häufigsten weggelassen wird, was regelmäßig zu Verletzungen führt.

Typische Figuren

Für den Einstieg reichen wenige Grundpositionen:

  • Front Bird – der Flyer liegt bäuchlings auf den Fußsohlen der Base, Arme seitlich geöffnet.
  • Back Bird – dieselbe Position rücklings, eine Rückbeuge; gut zum Öffnen des Brustkorbs.
  • Throne – der Flyer sitzt auf den Fußsohlen der Base.
  • Folded Leaf – der Flyer hängt vorgebeugt über den Füßen, die Base hält die Hände; eine sehr entspannende Position.

Die akrobatischen Übergänge – Washing Machines genannt – kommen erst, wenn diese Grundformen sicher sitzen.

Was man mitbringen muss

Weniger als gedacht. Nützlich sind:

  • Grundlegende Körperspannung – wer Chaturanga und einen stabilen Vierfüßlerstand halten kann, ist gut aufgestellt.
  • Etwas Rumpfkraft, besonders für die Flyer-Rolle.
  • Vertrauen und die Bereitschaft, laut zu sprechen.

Nicht nötig sind akrobatische Vorkenntnisse, ein bestimmtes Gewichtsverhältnis oder besondere Beweglichkeit. Dass die Base schwerer sein müsse als der Flyer, ist ein verbreiteter Irrtum; entscheidend ist die Technik, nicht die Masse.

Die dritte Säule: Thai-Massage

Zum Konzept gehört ein passiver Teil: gegenseitige Massage- und Dehnsequenzen am Boden, oft am Ende einer Stunde. Sie gleichen die Anspannung des akrobatischen Teils aus und sind der Grund, warum viele Acro-Stunden deutlich ruhiger enden, als sie begonnen haben.

Wo üben?

Acro Yoga lernt man nicht aus Videos. Suche einen Kurs oder eine Jam-Gruppe – in fast jeder größeren Stadt gibt es eine, oft an Wochenenden und im Sommer in Parks. Einen Überblick über andere Stile und ihre Anforderungen gibt die Übersicht der Yoga-Arten.

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