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Kraft

Chaturanga Dandasana

Yoga-Übungen·Aktualisiert am 16. September 2026·2 Min. Lesezeit

Die Haltung sieht aus wie ein halber Liegestütz und wird in einer Vinyasa-Stunde dutzendfach durchlaufen. Falsch ausgeführt ist sie der zuverlässigste Weg zu Schulterbeschwerden.

Chaturanga Dandasana – der Vierfüßler-Stab: Ellenbogen dicht am Körper, Schultern nicht tiefer als die Ellenbogen.

Chatur heißt vier, anga Glied, danda Stab: die Haltung auf vier Gliedmaßen mit stabähnlich gestrecktem Körper. Sie ist Teil jedes Sonnengrußes und in dynamischen Stilen die am häufigsten wiederholte Kraftposition überhaupt.

Ausführung

  1. Aus der Bretthaltung: Hände unter den Schultern, Finger gespreizt, Gewicht auf der ganzen Handfläche.
  2. Den Körper leicht nach vorn schieben, bis die Schultern über den Fingerspitzen stehen.
  3. Die Ellenbogen beugen und dicht am Rumpf nach hinten führen – nicht zur Seite.
  4. Absenken, bis die Oberarme etwa parallel zum Boden sind. Nicht tiefer.
  5. Schultern bleiben auf Ellenbogenhöhe oder darüber, nie darunter.
  6. Rumpf und Beine bleiben eine Linie, Gesäß weder hoch noch durchhängend.
  7. Ein bis drei Atemzüge, dann weiter in den Hund nach oben oder ablegen.

Die Variante mit Knien – keine Notlösung

Knie ablegen, dann absenken: Das ist die richtige Ausführung für alle, die die volle Form nicht sauber halten können. Sie trainiert exakt dieselbe Bewegung mit reduziertem Hebel. Wer sie über Wochen sauber übt, kommt schneller zur vollen Variante als jemand, der sich mit durchhängender Hüfte durchkämpft.

Eine zweite gute Übergangsform: die Bewegung an einer erhöhten Fläche üben – Hände auf einer Bank oder auf zwei Blöcken an der Wand.

Typische Fehler

FehlerWoran erkennbarKorrektur
Zu tief absenkenSchultern unter Ellenbogenhöhefrüher stoppen, Oberarme parallel
Ellenbogen nach außenEllenbogen zeigen zur Seiteaktiv nach hinten Richtung Hüfte führen
Hüfte hängt durchHohlkreuz, Schmerz im unteren RückenBauch anspannen, Schambein leicht Richtung Nabel
Gesäß zu hochKörper bildet ein VSchultern weiter nach vorn schieben
Kopf hängtNacken abgeknicktBlick leicht nach vorn auf den Boden

Wie man sich vorbereitet

Chaturanga verlangt Rumpfstabilität und Schulterkraft in einer exzentrischen Bewegung – der Muskel arbeitet, während er sich verlängert. Das lässt sich gezielt aufbauen:

  • Bretthaltung 30 bis 60 Sekunden, sauber, mehrfach pro Woche.
  • Langsames Absenken aus dem Brett mit Knien am Boden, fünf Sekunden abwärts.
  • Delphin – Unterarmstütz mit Gesäß nach oben – für die Schulterblattstabilität.

Im Ablauf

In einer Vinyasa-Stunde folgt auf Chaturanga direkt der Hund nach oben, dann der Hund nach unten. Wer merkt, dass die Form nach der fünften Runde zerfällt, lässt die restlichen Runden auf den Knien ausführen. Das ist kein Rückschritt, sondern die einzige Variante, die langfristig funktioniert – die Stilübersicht zeigt außerdem, welche Formate weniger von dieser Haltung leben.

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