Zum Inhalt springen
MANNAMagazin für alles, was nährt

Orientierung

Welches Yoga passt zu mir?

Yoga-Arten·Aktualisiert am 16. September 2026·2 Min. Lesezeit

Die Frage ist selten, welcher Stil der beste ist. Sie lautet, welcher zu deinem Tag, deinem Körper und deiner Geduld passt.

Wer in einer größeren Stadt nach einem Kurs sucht, findet ein Dutzend Stile und dreimal so viele Studios. Im Großraum Nürnberg, Fürth und Erlangen ist das nicht anders als in Hamburg oder Leipzig. Diese vier Fragen engen die Auswahl schneller ein als jede Stilbeschreibung.

Frage 1: Zu welcher Tageszeit übst du?

Morgens funktioniert alles, was wärmt und wach macht: Vinyasa, Ashtanga, ein paar Runden Sonnengruß.

Mittags – wenn es ein Kurs in der Arbeitspause ist – lieber kurz und trocken: 45 Minuten Hatha ohne große Schweißentwicklung.

Abends spricht wenig für kräftige Stile. Yin, Restorative oder eine ruhige Hatha-Stunde bringen dich eher in den Schlaf als aus ihm heraus.

Frage 2: Was willst du verändern?

ZielPassender Stil
Beweglichkeit, besonders HüftenYin Yoga
Kraft und AusdauerVinyasa, Ashtanga
RückenbeschwerdenIyengar, Hatha mit kleinen Gruppen
Stress, SchlafYin, Restorative, Yoga Nidra
Erholung nach SportYin, Restorative
Gleichgewicht und Sicherheit im AlterHatha, Iyengar

Frage 3: Wie viel Anleitung brauchst du?

Wer gern genau weiß, wo die Ferse hingehört, ist im Iyengar-Umfeld gut aufgehoben. Wer Bewegung mag und Erklärungen eher stören, kommt im Vinyasa schneller ins Üben. Und wer strukturierte Wiederholung schätzt, findet in Ashtanga oder Kundalini ein festes Gerüst.

Frage 4: Wie ernst ist der spirituelle Teil?

Die Bandbreite reicht von rein körperlichem Training bis zu Stunden mit Mantras, Sanskrit und Philosophie. Beides ist legitim, aber es lohnt, vorher hinzuschauen – auf der Website eines Studios erkennt man den Schwerpunkt meist in zwei Sätzen.

Praktisches zur Kurssuche

Neben Studios lohnt der Blick auf zwei oft übersehene Anbieter: Volkshochschulen unterrichten meist solide Hatha-Kurse zu niedrigen Preisen, und Krankenkassen bezuschussen zertifizierte Präventionskurse nach § 20 SGB V – in der Regel zwei Kurse pro Jahr mit einem erheblichen Anteil der Kosten. Die Kursleitung muss dafür eine anerkannte Qualifikation nachweisen; frag im Studio direkt danach, die Antwort kommt bei seriösen Anbietern sofort.

In Nürnberg, Fürth und Erlangen ist die Dichte an Studios hoch genug, dass sich Ausprobieren lohnt – im ländlicheren Umland ist das Angebot dünner, dafür sind die Gruppen kleiner und die Kurse oft günstiger.

Und wenn gar nichts passt?

Dann übe zu Hause. Zwanzig Minuten an fünf Tagen bringen mehr als ein Kurs, zu dem du nicht hingehst. Die einzelnen Haltungen in diesem Magazin sind so beschrieben, dass sich daraus eine eigene kurze Folge zusammenstellen lässt – und mit dem Yin-Leitfaden gibt es eine fertige Abfolge für den Abend.

Weiterlesen

Rubrik

Yoga-Arten im Überblick

Hatha, Vinyasa, Ashtanga, Yin, Kundalini, Iyengar und mehr: Was die bekanntesten Yoga-Arten unterscheidet, wie anstrengend sie sind und für wen sie sich eignen.